22.–24. Mai: Internationale IRO-Rettungshundeprüfung in Martin (Slowakei).
Fünf Prüfungen standen für uns auf dem Programm, leider konnten wir nur zwei davon positiv abschließen.
In der Trümmersuche zeigt sich zunehmend ein Problem: Die Bewegungsfreiheit der Hundeführer wird durch den Richter oft so stark eingeschränkt, dass sie sich nur auf einem sehr kleinen Bereich innerhalb des Suchfeldes bewegen dürfen. Dadurch wird es in vielen Situationen nahezu unmöglich, die Sucharbeit des Hundes angemessen zu beobachten und zu beurteilen.
Cara Tutschek, Hundeführerin der Feuerwehr Wien Rettungshundestaffel, hat gemeinsam mit ihrem Rettungshund, dem achtjährigen Belgischen Schäferhund „Concorde Garde de la Vie“, besser bekannt als „Loki“, in den vergangenen vier Wochen außergewöhnliche Erfolge erzielt. Die Leistungen, die sie gemeinsam erbracht haben, wirken beinahe märchenhaft.
Zunächst konnte das Team bei der FCI (Fédération Cynologique Internationale) Weltmeisterschaft in Slowenien einen souveränen Sieg für sich und Österreich feiern. Weniger als einen Monat später, nämlich 27 Tage nach diesem Erfolg, gelang es Cara Tutschek und Loki, bei der FMBB (Fédération Mondiale du Berger Belge) Weltmeisterschaft für Rettungshunde vom 11.-17. Mai 2026 in Rumänien erneut zu triumphieren. Dabei sicherten sie sich zum dritten Mal in Folge den Weltmeistertitel in der höchsten Klasse des Rettungshundesports (Universal), und dies völlig unangefochten.
Vom 25. April bis 3. Mai 2026 fand in Schöneben (Oberösterreich) die schon traditionsreiche Trainingswoche „Wiesmadern“ statt. Die Veranstaltung bot den teilnehmenden Teams ideale Bedingungen, da das zur Verfügung stehende Gelände bei frühsommerlichem Wetter optimal genutzt werden konnte. Während der Trainingswoche wurden die Teams gezielt auf verschiedene Einsatzszenarien vorbereitet. Dabei lag der Fokus auf praxisnahen Übungen und der Vermittlung unterschiedlicher Ausbildungsmöglichkeiten, um die Teilnehmer bestmöglich für zukünftige Herausforderungen zu rüsten. Am Wochenende hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, ihr erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten im Rahmen einer Prüfung unter Beweis zu stellen. Die Ergebnisse dieser Prüfung lieferten richtungsweisende Erkenntnisse über den jeweiligen Ausbildungsstand der Teams und dienen als Grundlage für die weitere Entwicklung und Vorbereitung.
Vom 15. bis 19. April 2026 wurde die 3. FCI Individual World Championship der Rettungshunde in Vipolze, Slowenien, ausgetragen. Bei der österreichischen Delegation des ÖKV waren vier Rettungshundeführer der Feuerwehr Wien im Kader nominiert. Insgesamt nahmen 90 Teilnehmer aus 20 Nationen an dem Wettbewerb teil. Die zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen stellten eine zusätzliche Herausforderung für alle Beteiligten dar. Das internationale Richterteam, bestehend aus Experten aus Italien, Deutschland, Estland, Finnland und Schweden, war für eine objektive Bewertung der Leistungen der Teilnehmer verantwortlich.
Cara Tutschek, Rettungshundeführerin der Feuerwehr Wien, gewann mit ihrem 8 Jahre alten Belgischen Schäferhund „Concorde Garde de la Vie“ genannt „Loki“ den Weltmeistertitel in der Kategorie „Universal“, die als die anspruchsvollste Disziplin der Veranstaltung gilt. Diese Kategorie umfasst sämtliche Prüfungsbereiche der Weltmeisterschaft: Trümmersuche, Flächensuche, Fährtensuche und Gehorsam, welche jeweils an einem eigenen Prüfungstag abgelegt werden müssen. Ein erfolgreicher Abschluss in der Sparte „Universal“ setzt voraus, dass alle genannten Disziplinen mit positiven Ergebnissen bestanden werden. Mit der beeindruckenden und herausragenden Leistung gelang es Cara Tutschek, den Weltmeistertitel in dieser Kategorie zu erringen. Doch ihr Erfolg blieb nicht auf die Einzelwertung beschränkt: Gemeinsam mit den beiden Hundeführern Thomas Huber ÖRV und Thomas Kölbl ÖVD trug sie entscheidend zum Gesamtsieg des österreichischen Teams bei. In der Mannschaftswertung konnten sie sich vor den starken Teams aus Italien und Deutschland behaupten und damit den ersten Platz für Österreich sichern.
In der Zeit vom 27. bis 29. März 2026 wurde eine internationale IRO-Rettungshundeprüfung vom Rettungshunde Verband Österreich (RHVÖ) ausgerichtet. Trotz teils widriger Wetterbedingungen konnte die Veranstaltung erfolgreich durchgeführt werden. Mit insgesamt 98 Startern in den Sparten Trümmer, Fläche und Fährtensuche erstreckte sich die Prüfung über mehrere Einsatzgebiete im Raum Wiener Neustadt, Lindabrunn (NÖ) und Stubenberg (Stmk.) Das Beurteiler Team bestand aus erfahrenen IRO-Leistungsrichtern aus Slowenien, den Niederlanden, Estland und Österreich. Die Rettungshundeteams der Feuerwehr Wien erzielten mit 15 Hundeführern 12 erfolgreiche Prüfungsergebnisse.
Am 17. März 2026 um 14:49 wurden die Rettungshunde der Feuerwehr Wien zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr Wien zu einem Einsturz in Wien 9. Porzellangasse alarmiert. Auf einer Baustelle war es im Zuge von Betonarbeiten zu einem massiven Einsturz gekommen. Der betroffene Arbeitsbereich war großflächig von frischem, teils noch flüssigem Beton, Eisenarmierungen sowie eingestürzten Gerüstteilen überlagert. Mehrere Arbeiter galten als vermisst. Die Aufgabe der Rettungshunde war die Lokalisierung verschütteter Personen in den schwer zugänglichen Bereichen. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, da noch umfangreiche Mengen an Gerüstmaterial, noch flüssiger Beton und Schalungsmaterial entfernt werden mussten, um Zugang zu den Verschütteten zu erhalten. Im Zuge der Arbeiten konnte ein schwer verletzter Bauarbeiter lebend geborgen und dem Rettungsdienst übergeben werden. Trotz intensiver Suche und sofort eingeleiteten Maßnahmen kam für vier weitere Bauarbeiter jede Hilfe zu spät. Nach Beendigung der Sucharbeiten wurden die eingesetzten Rettungshunde von Betonresten am Körper mithilfe von Löschwasser entfernt.
Vom 13. bis 15. März 2016 nahmen unsere Rettungshunde und auch unser Nachwuchs an der internationalen IRO-Prüfung in Jaszbereny, Ungarn, teil. Dabei konnten wir mit den gezeigten Leistungen unseres Nachwuchses sehr zufrieden sein. Alle teilnehmenden Hunde erfüllten die an sie gestellten Erwartungen und bestätigten ihre Fähigkeiten eindrucksvoll. Dank ihrer überzeugenden Arbeit konnten sie jeweils einen Platz am Siegerpodest für sich beanspruchen. Auch unsere erfahrenen Hunde setzten ein starkes Zeichen: In den Sparten Fährte „B“ und Fläche „B“ erzielten sie die besten Ergebnisse der gesamten Veranstaltung und unterstrichen damit die hohe Qualität unserer Ausbildung. Es ist jedoch anzumerken, dass es auch einige Hunde unserer Organisation gab, die die Prüfungsanforderungen nicht vollständig erfüllen konnten. Dennoch überwiegen die positiven Ergebnisse und wir blicken insgesamt auf eine sehr erfolgreiche Teilnahme zurück.
Vom 27. Februar bis 1. März wurde in Kraubath an der Mur (Steiermark) die 3. FCI-Qualifikation für die FCI Rettungshunde Weltmeisterschaft 2026 ausgetragen. Die Weltmeisterschaft findet vom 15. bis 19. April 2026 in Slowenien statt.
Die Veranstaltung wurde von der Österreichischen Rettungshundebrigade (ÖRHB) hervorragend organisiert und bot den teilnehmenden Teams optimale Bedingungen.
Von unserer Organisation nahmen mehrere Hundeführer erfolgreich für ihre ÖGV-Ortsgruppe „Heustadlwasser“ teil.
Besonders erfreulich ist, dass sich vier Hundeführer der Feuerwehr Wien unter dem Namen ihrer Ortsgruppe für das FCI-WM-Team 2026 qualifizieren konnten.
Sie werden Österreich in folgenden Sparten vertreten: Fährte, Fläche, Trümmer und Universal.
Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihren guten Leistungen und wünschen dem Team viel Erfolg bei der Weltmeisterschaft 2026 in Slowenien!
Gelegentlich ist es besonders schön, einen Blick auf Bilder von 2013 zu werfen, die unsere mittlerweile aus Altersgründen außer Dienst gestellten Rettungshunde in ihren ersten Tagen zeigen. Diese Momentaufnahmen erinnern daran, wie sie damals voller Neugier und Tatendrang ihre ersten Schritte auf dem Weg zum künftigen Rettungshund gemacht haben.
Am Wochenende des 21. und 22. Februar 2026 fand für unsere Organisation die erste Rettungshundeprüfung dieses Jahres bei der VBSÖ-Ortsgruppe 24 in Großharras und Eggendorf statt. Trotz herausfordernder und wechselhafter Wetterbedingungen konnte die Prüfung erfolgreich durchgeführt werden.
Die Vorbereitungsarbeiten der Ortsgruppe waren so umfangreich und organisatorisch anspruchsvoll, dass eine kurzfristige Absage aufgrund der Wetterlage nicht in Betracht gezogen wurde. Die Entscheidung, die Prüfung wie geplant abzuhalten, wurde bewusst getroffen, da Rettungshunde-Einsätze ebenfalls unabhängig von den aktuellen Wetterbedingungen durchgeführt werden müssen.